LVZ

LEHRERINNEN- UND LEHRERVEREIN KANTON ZUG

Petition für faire Löhne für öffentliche Angestellte

Die drei anerkannten Personalverbände des Kantons Zug lancieren eine Petition für höhere Löhne für öffentliche Angestellte.
Die Regierung hatte bisher kein Verständnis für die Forderung der Personalverbände. In der Zwischenzeit haben Angestellte des öffentlichen Dienstes im Vergleich zu anderen Branchen weiter an Kaufkraft verloren, denn das Lohngefüge ist seit über 10 Jahren auf den Franken genau gleich geblieben.

Unterstützen auch Sie unsere Petition für faire Löhne für öffentliche Angestellte des Kantons Zug.

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23.8.2022

Teilzeit arbeiten, um die Belastung zu verringern?

Immer mehr Lehrpersonen arbeiten Teilzeit und reduzieren ihr Pensum. Dies hat meist familiäre
Gründe. In letzter Zeit sind beim LVZ aber vermehrt Meldungen eingegangen, dass junge
Lehrpersonen ihr Pensum von 100% auf 80% verringern, weil sie mit der Belastung im Lehrerberuf
nicht mehr klarkommen. Betroffene Lehrpersonen erhoffen sich damit mehr Erholung, um der
alltäglichen Belastung stand zu halten.
Pascal Christen findet das keine gute Lösung.

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10.5.2022

Referat zur rechtlichen Verantwortlichkeit von Lehrperson

Lehrpersonen tragen eine grosse Verantwortung. Wie im Berufsleitbild und in den Standesregeln des LCH festgehalten, haben sie eine umfassende Aufsichts- und Sorgfaltsplicht im Umgang mit den ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schülern. Lehrpersonen bewegen sich im beruflichen Alltag im Spannungsfeld zwischen der Möglichkeit einer freien Unterrichtsgestaltung und der Pflicht eines sorgfältigen Umgangs mit Risiken.

Am 14. Juni fand im Rathaus der Stadt Zug ein Anlass des LVZ mit einem Referat von Herrn Dr. Michael Merker zum Thema "Rechtliche Verantwortlichkeit von Lehrpersonen im Beruf" statt. Rund 70 Lehrpersonen und einige Gäste aus Schulleitungen und der Bildungsdirektion folgten der Einladung des LVZ. Nach der Begrüssung durch LVZ-Präsidentin Barbara Kurth, richtete auch die Zentralsekretärin des LCH, Frau Franziska Peterhans einige Grussworte an die Gäste.
Das Referat von Herrn Dr. Michael Merker bot einen aufschlussreichen Einblick aus Sicht eines Anwalt und ehemaligen Richters.

Der anschliessende Apéro bot Gelegenheit für anregende Diskussionen.

Der LCH hat unter dem gleichnamigen Titel einen Leitfaden publiziert, welchen man im Shop des LCH bestellen kann.

 

 

4.5.2022

Zug riskiert Lehrpersonenmangel – und gönnt sich eine Steuersenkung

Nachdem sich Zug bisher erfolgreich dem Lehrpersonenmangel entziehen konnte, wird die Mangellange vermehrt auch im Kanton Zug spürbar. Simon Saxer hat in einem Artikel das Thema Lehrpersonenmangel aufgegriffen und für den Kanton Zug eingeordnet.

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18.2.2022

Befristete Anstellungen im Kanton Zug im Fokus

Drum prüfe, wer sich ewig bindet. Gemäss dieser Losung werden im Kanton Zug viele Lehrpersonen nur befristet eingestellt. Diese Praxis gilt in einzelnen Gemeinden und bei allen kantonalen Lehrpersonen der Mittelschulen.

Was in anderen Kantonen einem Rechtsbruch gleichkommen würde, ist im Kanton Zug gelebte Praxis. Die Schulleitungen haben mit befristeten Anstellungen maximale Freiheit und können Anstellungen auch ohne Angabe von Gründen auslaufen lassen, zumal es kein Recht auf eine Weiterführung der Anstellung gibt und eine Beendigung der Anstellung nicht vor Gericht begründet werden muss.

Leider ist ein befristetes Anstellungsverhältnis mit schlechteren Versicherungsleistungen im Falle von Krankheit verbunden (nur 3 Monate Lohnfortzahlung max. bis zum Ende der Anstellung).

Die Lehrpersonen sind vermutlich die einzigen öffentlichen Angestellten, welche systematisch von befristeten Anstellungen betroffen sind.

Der LVZ setzt sich seit seinem Bestehen für einen massvollen Umgang mit befristeten Anstellungen ein.

Die neue Zuger Zeitung hat die Thematik aufgegriffen und in einem gut recherchierten Artikel beschrieben.

Artikel vom 28.12.2021 in der Neuen Zuger Zeitung

15.12.2021

Zug - ein Kanton mit Anziehungskraft?

Zug rühmt sich gerne als attraktiver Arbeitgeber für Lehrpersonen. Stimmt das Selbstbild?

Es braucht eine differenzierte Betrachtung, denn anders, als bei den Steuern, sucht Zug bei den Anstellungsbedingungen für Lehrpersonen längst nicht immer eine Spitzenposition.

Infrastruktur

Der Kanton und die Gemeinden können eine gute Schulinfrastruktur bieten.

Löhne

Je höher die Schulstufe, desto interessanter ist das Lohnniveau. Bei Kindergartenlehrpersonen hat Zug den Anschluss zur Peergruppe benachbarter Kantone leider verloren. Bis man den im Vergleich zu anderen Kantonen tiefen Einstiegslohn mit Lohnerhöhungen aufgeholt hat, vergehen viele Jahre. Am anderen Ende des Lohngefüges, bei den Mittelschullehrpersonen, ist der Kanton Zug gut positioniert.

Stellensicherheit

In Zug werden je nach Gemeinde und beim Kanton viele Lehrpersonen befristet angestellt, was tiefere Versicherungsleistungen im Falle von Krankheit zur Folge hat. Wer im Kanton Zug eine Stelle sucht, sollte sich aktiv um einen unbefristeten Arbeitsvertrag bemühen.
Kantonale Lehrpersonen werden fast immer befristet angestellt.

Unterrichtspflichtpensum

Zug bietet zwei Entlastungslektionen für Klassenlehrpersonen der Primar- und Oberstufe. Für die Kindergartenstufe beträgt die Entlastung nur eine 2/3 Lektion. Dafür ist das Unterrichtspflichtpensum mit 30 (Primar) bzw. 29 (Oberstufe) vergleichsweise hoch.
Mit bis zu 26 Unterrichtspflichtlektionen ist das Pflichtpensum an den Mittelschulen ebenfalls vergleichsweise hoch.

Weitere Anstellungsbedingungen

Familien werden mit einer Familienzulage und Kinderzulagen unterstützt.

Die Jahresarbeitszeit entspricht in etwa jener anderer Kantone.

30. April 2021

Projekt Anstellungsbedingungen

Die Regierung möchte die Anstellungsbedingungen der kantonalen Angestellten und der Lehrpersonen der Volksschule in diversen Punkten modernisieren.

Der LVZ konnte sich an der internen Vernehmlassung beteiligen. Im folgenden Artikel werden die Forderungen des LVZ thematisiert.

Zum Beitrag

Zur Vernehmlassungsantwort des LVZ vom 6. September 2021 

30. April 2021

Lohnentwicklung im Kriechgang

Der Kanton Zug läuft Gefahr, den Anschluss an die Lohnentwicklung bei der Volksschule zu verlieren. Umliegende grössere Kantone haben die Einstiegslöhne in den letzten Jahren substantiell erhöht, während die Einstiegslöhne im Kanton Zug seit 2009 unverändert blieben. Einzig die Kindergartenlehrpersonen konnten von einer Anrechung der Klassenführungsfunktion im Umfang von 2.4% des Bruttolohns profitieren.
Die Regierung sieht keinen Handlungsbedarf, solange noch genügend Personal gefunden wird. Der LVZ  befürchtet, dass auch der Kanton Zug vermehrt mit Lehrpersonenmangel zu kämpfen hat.

Immer öfter hören wir auch von Lehrpersonen, welche aus anderen Kantonen in den Kanton Zug wechseln und erstaunt sind, dass sie nicht mehr oder sogar weniger, als am alten Ort verdienen. Die Attraktivität des Kantons Zug lebt immer mehr vom guten Ruf aus alten Zeit, in denen Zug nicht nur mit tiefen Steuern, sondern auch mit guten Löhnen glänzte. Heute sind die Steuern noch tiefer und die Überschüsse von Gemeinden und des Kantons üppig. Die Lehrpersonen profitierten davon indes nicht mehr. Wie lange geht diese Rechnung noch auf?

Der LVZ setzt sich für eine Angleichung der Löhne an die Reallohnentwicklung der Schweiz ein, welche in den letzten 25 Jahren gesamtschweizerisch ca. 14% betrug. In der gleichen Zeit hat die Kaufkraft der Lehrpersonen im Kanton Zug um lediglich 2% zugenommen.