Generalversammlung 2026
41. Generalversammlung des Lehrerinnen- und Lehrervereines Zug
Die Generalversammlung des Lehrerinnen- und Lehrervereins Zug (LVZ) fand in diesem Jahr im Lorzensaal Cham statt. Im gut besuchten Saal begrüssten die beiden Co-Präsidenten Simon Saxer und Pascal Christen die versammelten Mitglieder und Gäste.
Birnen und Äpfel
Passend zur Tischdekoration verglich Leonie Fankhauser aus dem Präsidium verschiedene Aspekte der Bildungslandschaft mit Birnen und Äpfeln. Die Arbeit der Lehrpersonen trage Früchte. Dennoch mahnte sie, dass die Gesundheit der Lehrpersonen eng mit den Arbeitsbedingungen zusammenhänge und beides nicht so einfach voneinander zu trennen sei wie Obstsorten bei der Lagerung.
Im ähnlichen Tenor sprach anschliessend Chamer Schulpräsidentin Brigitte Wenzin Widmer. Die Schule sei wie ein Bienenvolk: Jede Biene habe ihre Aufgabe und nur wenn das Volk gesund und überlebungsfähig bleibe, kann Fortschritt erzielt werden.
«Mehr Prüfungen führt nicht zu besserer Leistung»
Auch in diesem Jahr durfte der LVZ ein Grusswort von Dagmar Rösler, der Zentralpräsidentin des Dachverbands Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH), entgegennehmen. Sie äusserte sich kritisch zu den Leistungstests, welche im Kanton Zug künftig von der 4. Klasse bis ins 3. Jahr der Sekundarstufe I eingesetzt werden sollen. Ein Kind zeige nicht mehr Leistung, je häufiger man es prüfe, merkte sie an. Zentral sei für sie nicht etwa das Messen der Leistung an sich, sondern die Frage, wie die Resultate zur Förderung der Kinder genutzt werden können. Zum Schluss bedankte sich die LCH-Zentralpräsidentin für die gelungene Zusammenarbeit mit dem LVZ.
Das Vereinsjahr
Nach mehreren Reden und Grussworten wandte sich das Präsidium des LVZ den diesjährigen Traktanden zu. Erfreulicherweise konnte das Rechnungsjahr mit einem moderaten Plus abgeschlossen werden. Dies sei vor allem auf die neu gewonnen Mitglieder zurückzuführen. Standespolitisch hätte der LVZ in diesem Jahr gerne mehr Einfluss ausgeübt. Viele Anregungen und Anträge, die den Lehrpersonen zugutegekommen wären, wurden jedoch von der Regierung oder dem Kantonsrat abgelehnt. Trotzdem bekräftigte das Präsidium des LVZ, sich weiterhin für die Anliegen aller Lehrpersonen im Kanton Zug einzusetzen.
Zug könnte eine Vorreiterrolle spielen
Besonders gespannt hörten die Anwesenden anschliessend der Rede von Alexandra Iten zu, der Co-Präsidentin des Vereins der Musikschullehrpersonen des Kantons Zug (MVZ). Ein Jahr nach seiner Gründung verzeichnet der Verein, der als Kollektivmitglied ebenfalls dem LVZ angehört, bereits mehr als ein Fünftel aller Musikschullehrpersonen im Kanton Zug als aktive Mitglieder. Eine geplante Studie im Jahr 2027 könnte ein absolutes Novum in der Schweiz darstellen: Bislang wurde in keinem Kanton ein umfassendes Bild der Musikschulen und ihrer Lehrpersonen erhoben. Die Frage bleibt: Wie kann und soll sich die Musikschule in den nächsten Jahr verändern und anpassen?
Ein substanzielles Ende
Zum Abschluss ergriff der Regierungsrat und Bildungsdirektor Stephan Schleiss das Wort. Substanziell bezeichnete er dabei nicht nur die GV Broschüre, sondern auch die Zusammenarbeit mit dem LVZ. Den regelmässigen Austausch mit dem LVZ empfinde er als gewinnbringend und freue sich auf weitere Kooperationen.
In der Folge beendeten die beiden Co-Präsidenten des LVZ die GV dankend und die Besucherinnen und Besucher liessen den Abend bei einem köstlichen Abendessen ausklingen.


















