Rückblick auf die GV 2019

Rückblick auf die GV 2019

Am Mittwoch, 25.09.2019 traf sich die Zuger Lehrerschaft zur 34. ordentlichen Generalversammlung des LVZ. Unter den 140 Teilnehmenden befanden sich zahlreiche Gäste aus der Politik, Standesvertretungen und weitere Akteure der Bildungslandschaft.

Wie jedes Jahr setzten sich Präsidentin Barbara Kurth-Weimer, das Präsidium und der Vorstand des LVZ für eine starke Bildung und für gute Arbeitsbedingungen für die Zuger Lehrerschaft ein. Einige ausgewählte Aktualitäten wie die Wahlen, die Arbeitszeiterhebung des LCH, die Reallohnforderung von 2.5% und das Projekt Anstellungsbedingungen wurden speziell thematisiert.

Der LVZ wollte die Kantonsräte nach der Wahl auf ihre Wahlversprechen ansprechen und persönliche Kontakte knüpfen. Deshalb hatten die drei grossen Personalverbände (LVZ, Staatspersonalverband, Verband Zuger Polizei) am 7. März 2019 die Kantonsratsmitglieder zu einem informellen Austausch und Apéro eingeladen. Rund 30 Kantonsräte nahmen sich nach der Kantonsratssitzung erfreulicherweise Zeit für unseren Anlass.

 

Der LCH hat in diesem Jahr die Ergebnisse der Arbeitszeiterhebung veröffentlicht. 11’000 Lehrpersonen hatten sich beteiligt und es hat sich gezeigt, dass im Lehrberuf viel Überzeit geleistet wird, die weder entlohnt noch kompensiert wird. Die Arbeitsleistung von Lehrpersonen findet nicht nur im Schulzimmer und nicht nur während der Schulwochen statt. Wichtig ist, dass wir einen guten Umgang mit Spitzenbelastungen haben. Der LVZ vertritt die Meinung, dass man Spitzenbelastungen am besten begegnet, indem man sich Arbeit und Freizeit möglichst frei einteilen kann.

In regelmässigen Abständen werden Zahlen zum frei verfügbaren Einkommen publiziert. Der Kanton Zug liegt dabei auf dem 19. Rang aller Kantone, da die hohen Wohnkosten bei weitem nicht durch tiefe Steuern kompensiert werden. An der letzten GV wurde aufgezeigt, dass sich für eine Kindergartenlehrperson mit einem Drittel des Einstiegslohns nur mit Glück eine Wohnung im Kanton Zug findet lässt. Der LVZ ist der Ansicht, dass sich Zuger Lehrpersonen das Leben im Kanton leisten können müssen und dass es an der Zeit ist, die Löhne generell anzupassen. Zusammen mit dem Verband Zuger Polizei und dem Staatspersonalverband hat der LVZ bei der Regierung eine generelle Reallohnforderung von 2.5% deponiert und eine entsprechende Medienmitteilung publiziert.

Nach einer kleinen Laudatio wurde Barbara Kurth mit Standing Ovation für zwei weitere Vereinsjahre als Präsidentin bestätigt. Die restlichen Mitglieder des Präsidiums wurden ebenfalls für zwei weitere Jahre gewählt. Die verschiedenen Vereinsgeschäfte wurden reibungslos abgewickelt, Ehrungen und Danksagungen adressiert.

Landammann und Bildungsdirektor Stephan Schleiss betonte in seiner Rede, dass es dem LVZ einmal mehr gelungen sei, einen konstruktiven Dialog zu etablieren und zu pflegen. Auch bedankte er sich bei der Präsidentin und beim Präsidium für die stets gute Zusammenarbeit.

Der Jugendchor Hünenberg und die Kinder- und Jugendchöre Cham sorgten für musikalische Abwechslung und ein feines Nachtessen mit Dessert rundete den erfreulichen Anlass ab.